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Die Vulkaninsel Surtsey ist erst 1963 entstanden
Surtsey -

geologischer Glücksfall
für die Wissenschaft

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Im Spätherbst 1963 wurde das Seegebiet südlich von Island von einem heftigen Vulkanausbruch erschüttert. Im Ergebnis entstand ca. 30 Kilometer vor der Küste im Gebiet der Westmännerinseln die neue Insel Surtsey, die schliesslich zur zweitgrössten Insel des Westmänner-Archipels heranwuchs. Die vulkanischen Aktivitäten hielten bis zum Sommer 1967 an, erst von da an kam die Insel zur Ruhe.

Für die Wissenschaft ist Surtsey ein echter Glücksfall, weil dort die Kolonisierung von Neuland durch Tiere und Pflanzen beobachtet werden kann. Die junge Insel hat heute eine Fläche von 1,4 km² und ist etwas über 150 m hoch. Zeitweilig war die Insel sogar fast doppelt so gross, aber die Erosion hat einen Teil des Landes wieder verschwinden lassen.

Ausser zu wissenschaftlichen Zwecken darf Surtsey nicht betreten werden; es ist wichtig, die Entwicklung dieser puren Natur nicht zu stören. Das ist wichtig, obwohl es sicherlich viele Touristen gibt, die die Insel gerne mal besuchen würden: Vulkantourismus ist eine boomende Sparte des weltweiten Tourismus.

Surtsey ist ein aktuelles und besonders schönes Beispiel für fortlaufende biologische und ökologische Prozesse in der Evolution von Ökosystemen und wurde deshalb im Juli 2008 in die UNESCO-Liste des Weltnaturerbes aufgenommen.

Die Entstehung der neuen Insel Surtsey ist allerdings kein Einzelfall. Schon wenige Jahre (1957) vorher wuchs die Azoren-Insel Faial im Laufe eines unterseeischen Vulkanausbruchs um 2,4 qkm. Die Azoren liegen übrigens auf derselben Gebirgskette, wie Island, auf dem Mittelatlantischen Rücken.

Die Besiedelung der Insel Surtsey durch angeschwemmte Pflanzen und durch Vögel und Insekten (die z.B. als "blinde Passagiere" zusammen mit den Vögeln und Pflanzen kamen, z.T. aber auch aus eigener Kraft) ging ausgesprochen schnell, obwohl die Ausgangsbedingungen für eine Besiedelung durch Lebewesen eher ungünstig waren.

Besonders negativ wirkte sich in den ersten Jahren aus, dass das Regenwasser - also das lebensnotwendige Süsswasser - von dem kargen Boden nicht aufgefangen werden konnte, sondern ungenutzt ins Meer abfloss.

Flechten und Mooses waren natürlich die ersten Pflanzen, die die insel besiedelten, bald gefolgt von höheren Pflanzen.

Schon 1970 (also nur 3 Jahre nach dem Ende der vulkanischen Aktivität) schlüpften auf Surtsey die ersten Vogeljungen. Danach ging die Besiedelung durch Vögel allerdings eher langsam voran, obwohl gerade Vögel natürlich keinerlei Probleme haben, die Insel zu erreichen. Möglicherweise war der Populationsdruch auf Island aber nicht gross genug, um Brutvögel dazu zu bewegen, auf der eher unwirtlichen Insel zu nisten.

Heute sind acht Vogelarten auf der Insel heimisch. Allerdings wird berichtet, dass die Papageitaucher, eine auf Island häufige und erfolgreiche Vogelart, schon seit mehreren Jahren keine Bruterfolge mehr zu verzeichnen haben. Der Verfasser hält die Erklärung, dass es im Meer um die Inseln herum zu wenige Fische gäbe, für wenig wahrscheinlich, kann aber beim jetzigen Informationsstand auch keine bessere Lösung anbieten.
Ausserdem wurden fast 100 Vogelarten nachgewiesen, die die Insel als Rastplatz auf ihrer Reise in den Süden nutzen.

Mittlerweile kommen auch Seehunde und Kegelrobben in einer stabilen Population vor.

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