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Die Isländer sprechen gerne miteinander - leider auf Isländisch
Isländisch -

die uralte Sprache
ist schwer zu erlernen

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Isländisch ist eine wirklich schwierige Sprache - zumindest für deutsche Touristen. Sie ist uralt - das hat eine Reihe von Vorteilen, aber für Ausländer ist sie dadurch schwierig zu erlernen. Als Tourist kommt man aber auch mit Englisch ganz gut zurecht.

Island wurde vor ca. 1000 Jahren von Norwegen her besiedelt - die sog. Landnahme; vorher gab es keine dauerhaften Bewohner auf der Insel. (lesen Sie hier über die Geschichte Islands). Diese ersten Siedler brachten die norwegische Sprache auf die Insel - natürlich das Norwegisch der damaligen Zeit, das heute kein Norweger mehr verstehen könnte. Oder könnten Sie als Deutsche(r) einen Text von dem deutschen Lyriker Walter von der Vogelweide lesen? Und der lebte sogar noch 200 Jahre später (etwa 1170 - 1230).

Für die Isländer hingegen ist das gar kein grosses Problem. Die isländische Sprache - die Altnordische Sprache - hat sich in den über 1000 Jahren seit der Landnahme kaum verändert, was dazu führt, dass viele Isländer auch heute noch ihre alten Sagas lesen können, in denen die Geschichte des Landes überliefert wurde.

Was sind Sagas?

Sagas sind nicht etwa unseren deutschen Sagen zu vergleichen, sondern am ehesten der Literaturgattung, die wir als "Historischen Roman" kennen. Sie ranken sich oft um die Geschicke einzelner Personen und Persönlichkeiten, werden aber - wie das in Romanen nun mal so üblich ist - frei ausgeschmückt. Ihr historischer Wert wird von Wissenschaftlern unterschiedlich eingeschätzt. Die einen halten sie für sehr zuverlässige Quellen, die anderen für unzuverlässige Phantasieprodukte.

Die Aussprache hat sich zwischenzeitlich verändert - sicherlich auch durch die fremden Beherrscher-Nationen (s. Geschichte). Das zähe Beibehalten der alten Schriftsprache kann deshalb durchaus auch verstanden werden als eine Art Widerstand gegen die fremden Herrscher, erleichtert durch den Umstand, dass die alten Schriften seit Jahrhunderten erhalten geblieben und nicht durch Krieg oder Invasionen vernichtet wurden. Diese alten Schriften - Sagas und die sog. Skaldendichtung - sind bis heute auf der Insel hochgeachtet.

Die Schriftsprache umfasst 32 Buchstaben - ein Umstand, der deutschen Touristen einige Schwierigkeiten bereitet. Aber wir mit unseren Buchstaben ä,ö,ü und ß und unserer komplizierten Grammatik dürfen uns darüber vielleicht gar nicht beklagen.

Obwohl Isländisch von allen Menschen auf der grossen Insel einheitlich gesprochen wird, ist es international eine doch sehr unbedeutende Sprache, denn ausser den 300.000 Menschen auf Island spricht kaum jemand Isländisch.

Interessant ist ein seltsamer Sprachpurismus der Isländer: Sie erfinden selbst neue Wörter, statt Begriffe aus anderen Sprachen zu übernehmen. So wird ein "Computer" auf Isländisch zu einem "Zahlenvorhersager" und ein "Büro" ist eine "Schreibstube". Aber wir kennen solche Begriffe ja auch bei uns: Auch wir kennen das Wort Rechner für einen Computer und Internetadresse statt Domain. Es ist also vielleicht mehr eine Frage, ob man will. Und da ist die Bereitschaft, sich Amerika unterzuordnen, bei den Isländern eben weit weniger ausgeprägt, als z.B. in Deutschland.

Um ein Überschwemmen der Sprache mit Anglizismen zu verhindern, wie es in allen anderen Ländern Europas und vor allem in Deutschland z.T. unerträglich praktiziert wird, besteht darum schon seit Beginn der 1960er Jahre in Island ein eigenes Komitee, das die Aufgabe hat, für neue Begriffe rein isländische Ausdrücke zu finden.

Wir werden diesen Abschnitt über die isländische Sprache in Kürze ergänzen. In dem Zusammenhang wollen wir auch über die Entstehung der Namen schreiben. Bis zur Fertigstellung unserer WebSite über Island im allgemeinen und Isländisch im besonderen können wir Sie leider nur an unsere Werbepartner verweisen. Sollten Sie hier nicht fündig werden, wird Ihnen dieses "Google"-Suchfeld helfen:

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