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Island ist ein Land mit vielen Wasserfällen
Island -

eine der ältesten Demokratien der Welt

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Die grosse Insel im Nordatlantik war möglicherweise schon im 4 Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bekannt: Der griechische Forschungsreisende Pytheas von Massilia schreibt in seinen Aufzeichnungen über eine Gegend, die bei ihm den Namen trägt, unter dem Island in vielen späteren Schriften bekannt werden sollte: Ultima Thule nennt er das bis dahin unbekannte Land.

Historisch belegt ist, dass Island Mönchen aus Irland schon im 6. Jahrhundert sozusagen als Sommeresidenz diente - ein Ort, an dem sie ungestört beten und meditieren konnten.

Den ersten bekannten Versuch einer dauerhaften Besiedlung unternahmen dann gegen Ende des 9. Jahrhunderts die Wikinger, die damals die ganze bekannte Welt mit ihren Handels-, Raub- und Forschungsreisen beglückten (793 wurde die schottische Klosterinsel Lindisfarne von den Wikingern verwüstet - dieses Ereignis wird allgemein als Beginn der Wikingerzeit angesehen.): Die Erzählungen berichten von einem Flóki Vilgerdarson, der versuchte, auf Island zu siedeln. Er scheiterte aber an den unwirtlichen Lebensumständen und gab das Unternehmen nach wenigen Monaten auf. Vor ihm war schon der schwedische Wikinger Gardar Svavarsson im Norden der Insel gelandet - er gilt als der Entdecker der Insel (was aber - wie wir oben schon geschrieben haben - nicht der historischen Wahrheit entsprechen kann, wenn irische Mönche schon vorher dagewesen sind. Aber irische Mönche passen eben nicht so recht in das Bild einer Wikingergründung - eine Form der Geschichtsklitterung, der wir in der Geschichte vieler Länder begegnen.)

Neben den erwähnten Mönchen aus Irland müssen aber auch norwegische Siedler oder Entdecker schon vor diesen beiden Siedlungsversuchen die Insel erreicht haben, denn auf den Westmännerinseln (die der Küste im Süden vorgelagert sind), hat man Überreste eines typisch norwegischen Hauses gefunden, dass aus der Zeit vor dem 7. Jahrhundert stammt.

Ingólfur Arnarson gilt als erster Siedler auf Island

Die sog. Landnahme begann trotzdem gegen Ende des neunten Jahrhunderts, nämlich als der Norweger Ingólfur Arnarson auf die Insel kam. Er hatte etwa im Jahr 874 die Söhne eines norwegischen Jarls (entspricht einem Fürsten) erschlagen, mit dem er und sein Blutsbruder (vielleicht auch sein Ziehsohn) in Fehde lagen. Nach damaligem Brauch würde diese Tat mit Blutrache gesühnt werden - da war die Flucht nach Island dann doch die bessere Lösung.

Natürlich kam er nicht als einsamer Wolf, der auf einer überstürzten Flucht vor seinen Häschern war, sondern mit Sack und Pack und jeder Menge Sklaven. Er siedelte letztlich in einer Bucht, bei der zahlreiche Rauch- oder Dampfschwaden aus dem Boden stiegen und die er deshalb "Rauchbucht" nannte, auf Altnordisch "Reykjavik".

Der Mörder (es war vermutlich eher ein Totschlag, wie er bei einem kleinen Streit zwischen Wikingern schon mal vorkam) ist heute eine hochgeehrte Persönlichkeit auf Island und sein Standbild können Sie in Reykjavik bewundern.

Das alles ist uns überliefert durch die Dichtungen der Skalden (Dichter, die eine bestimmte Form der historischen Dichtung praktizierten, die Skaldik) und durch die Sagas, die sich übrigens (natürlich in ihrer deutschen Übersetzung) z.T. recht leicht und vergnüglich lesen lassen.

Innerhalb von ca. 50 Jahren folgten diesem ersten Siedler mehrere zehntausend weitere, bis die Zeit der Landnahme gegen 930 als abgeschlossen betrachtet werden kann: Alles fruchtbare Land war vergeben, ausserden wandte sich der Expansionsdrang der Wikinger anderen Gebieten zu. Detailliert berichtet darüber das "Buch der Landnahme" (Landnambók), in dem auch die Namen aller Siedler (soll heissen: die der Anführer) verzeichnet sind.

Mehr als drei Jahrhunderte lang konnten die Siedler dann in einer Art Basisdemokratie leben. Es gab keinen zentralen Herrscher, sondern alle Fragen wurden von den freien Bauern auf dem Althing (Alþingi) besprochen und geklärt. Das Althing war die Versammlung aller freien und volljährigen Männer. Die Veranstaltung diente aber nicht nur als Parlament, sondern auch als Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, zu handeln und zu feiern.
Also ein bisschen sowas, was heute eine (Handels-)Messe ist . . . Vielleicht auch so etwas wie Lobby-Arbeit.

Island wird deshalb gerne als die älteste echte Demokratie angesehen (wobei gerne übersehen wird, dass auch auf Island rein zahlenmässig überwiegend Unfreie lebten; auch Frauen hatten "natürlich" nichts zu sagen)

Die Ausführung der Beschlüsse des Althing lag dann übrigens bei den "Goden", die man am ehesten mit Gutsherren, Fürsten oder Häuptlingen vergleichen kann. Vielleicht könnte man sie auch mit unseren modernen Landräten vergleichen. Es gab damals 36 (später 39) Godentümer.

In diese Zeit fielen beachtliche kulturelle Leistungen, u.a. die Besiedlung Grönlands und die Entdeckung Amerikas durch Leif Eiriksson (Eriksson) und im Jahr 1000 die Annahme des Christentums (bei der der damalige norwegische König Olaf Tryggvason zweifellos ein bisschen nachgeholfen hat . . . ). König Tryggvason konnte seine Rolle auf Island nicht mehr lange spielen - er ist im Jahr 1000 in der Seeschlacht von Svolder vernichtend geschlagen worden.

Der bedeutendste isländische Politiker dürfte (gegen Ende dieser Periode) der Historiker und Dichter Snorri Sturluson gewesen sein, der uns als Verfasser mehrerer bedeutender Sagas (u.a. die sog. "Heimskringla") sehr viel Wissen über die Zeit überliefert hat. Er war zeitweilig der mächtigste Mann und faktisch der Regierungschef der Insel. Snorri Sturluson war auch ein aufmerksamer Beobachter der Geschehnisse auf dem Kontinent. Er wurde 1241 in Reykholt ermordet; sein Hof ist heute noch zu besichtigen und gilt als wichtige Sehenswürdigkeit.

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